Wie und wo entsteht Kohlenmonoxid?

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Was ist Kohlenmonoxid?

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geschmack- und geruchloses Gas. Die menschlichen Sinnesorgane können es nicht wahrnehmen. Unbemerkt dringt es in Wohnräume, Gartenhäuser, Wohnmobile und Garagen ein oder entsteht in diesen.

Die zulässige CO-Konzentration in der Atemluft für einen gesunden Erwachsenen liegt bei 35 ppm (Part per Million).

Wie entsteht Kohlenmonoxid?

Jedes Gerät, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, stellt eine Gefahrenquelle dar. Immer dann, wenn Kohlenwasserstoffe aus Kohle, Gas, Holz oder Öl nicht vollständig verbrannt werden, entsteht dieses unsichtbare Gift. Eine typische häusliche Situation sind glühende Kohlen auf einem Grill. Darüber hinaus kann das Gas aus einem defekten Ofen, einem Gasherd oder Kamin ausströmen. Auch tragbare Generatoren, Gas- oder Paraffin-Heizgeräte, Öl- und Gaskessel können Entstehungsorte für Kohlenmonoxid sein.

Gerade Holzpellets zählen allgemein zu den nachhaltigen Brennstoffen in privaten Häusern. Doch auch sie stellen eine Gefahrenquelle für die Entstehung von Kohlenmonoxid dar. Durch das Zerkleinern, Erwärmen und Trocknen des Holzes bzw. der Späne werden Autooxidationsprozesse in Gang gesetzt. Diese bewirken, dass während der Lagerung in Keller- oder anderen Räumen dauerhaft Kohlenmonoxid entweicht. Werden diese Räume nicht dauerhaft Ent- und Belüftet, erhöht sich die CO-Konzentration in der Luft so stark, dass es schon nach wenigen Minuten Aufenthalt in diesem Raum zur Bewusstlosigkeit kommen kann.

Wie wirkt Kohlenmonoxid?

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) führte im Jahr 2013 Versuche zur Ermittlung von Kohlenmonoxid-Konzentrationen beim Grillen in Innenräumen durch. Dabei entstand in einer mit einer Garage oder einem Wohnzimmer vergleichbaren 19 Kubikmeter großen Schwadenkammer bereits nach zwei Stunden Verbrennung von 800 Gramm Holzkohle eine giftige Gas-Konzentration von 3 000 ppm (parts per million). Diese Konzentration würde beim Menschen schon nach wenigen Minuten Einatmung zur Bewusstlosigkeit führen.

Selbst bei geöffneten Fenstern und Türen kann eine hohe CO-Konzentration zu Vergiftungserscheinungen führen. Kohlenmonoxid bindet bis zu 300-mal stärker als Sauerstoff den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Bei einer Vergiftung kommt es dadurch zu einem massiven Sauerstoffmangel im Gewebe.

Wie erkennt man eine Kohlenmonoxid-Vergiftung?

Zu den gesundheitlichen Folgen zählen je nach Konzentration des Gases: Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit, Halluzinationen, Apathie, Krampfanfälle, Atemnot und im schlimmsten Fall der Tod. Die körperlichen Symptome einer Kohlenmonoxid-Vergiftung werden häufig mit einer beginnenden Grippe verwechselt. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit werden häufig als erste Anzeichen einer Erkältung gedeutet. Doch schon eine Konzentration von 50 ppm CO in der Raumluft, der ein Erwachsener über mehrere Stunden ausgesetzt ist, kann diese Wirkung haben.

Welche Personengruppen sind besonders gefährdet?

Alle Menschen sind gefährdet, wenn sie einer erhöhten CO-Konzentration ausgesetzt sind. Kleine Kinder, schwangere Frauen, ältere Menschen und herzkranke Personen reagieren besonders sensibel und schnell auf eine akute Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff.